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Mipim 2004


Das Bürogebäude Tower Place in London ist für einen Mipim-Award nominiert. Das Objekt gehört dem offenen DB Real Estate-Immobilienfonds Grundbesitz-Invest           (Foto: DB Real Estate)
  
Im vergangenen Jahr verhagelten die Deutschen der Mipim die Besucherbilanz - sie hielten sich auffallend zurück und kamen weniger zahlreich. Auch insgesamt war die Zahl der Besucher rückläufig. Nur noch knapp 14.300 Besucher kamen, im Jahr zuvor waren es über 15.000. Stattdessen feierte die inzwischen als Arbeitsmesse etablierte Expo-Real in München neue Besucherrekorde. Wie zahlreich die Deutschen dieses Jahr nach Cannes kommen, bleibt abzuwarten. Bekannt ist bisher: Die Zahl der deutschen Aussteller wird abermals sinken - auf knapp unter 200. Doch in anderer Hinsicht ist die deutsche Beteiligung heuer schon jetzt rekordverdächtig: Ganze vier von insgesamt 15 für die Mipim-Awards nominierte Projekte tragen eine deutsche Handschrift.


In der Kategorie "Hotel and Tourism resorts" hat etwa das Grand Hotel Heiligendamm gute Chancen auf eine Auszeichnung. Ebenso das in Asperg gelegene Wohnungsbauprojekt Arkadien, das ebenfalls nominiert ist. Bei den Bürogebäuden ist das von Sir Norman Foster entworfene Bürogebäude Tower Place dabei. Das liegt zwar in London, gehört aber der Frankfurter DB Real Estate. In der Kategorie modernisierte Bürogebäude hat das Victoria House Chancen auf eine Auszeichnung. Auch dieses Gebäude steht in London. Entwickelt wurde es von der Garbe-Gruppe in Hamburg.

Die Deutschen haben die Mipim noch nicht abgeschrieben. "Auch wenn der Stellenwert der Mipim nachgelassen hat, heißt dies nicht, dass sie unbedeutend geworden ist. Es lassen sich immer noch neue Kontakte knüpfen und durchaus auch Geschäfte anbahnen," sagt Renate Kölbel vom Maklerhaus Trombello Kölbel Immobilienconsulting aus Düsseldorf. Die deutsche Zurückhaltung sei auch Ausdruck der Wirtschaftslage: "Die Beteiligung an einer Messe ist immer die Position, die mit als erste auf dem Prüfstand steht", weiß die Fachfrau. Für Projektentwickler und Investoren lohne sich eine Teilnahme als Aussteller in Ermangelung geeigneter Projekte und Entwicklungen allerdings immer weniger.

Eine weitere Ursache für die Probleme der Mipim: Der Münchner Konkurrent Expo Real hat sich mittlerweile auch international gut positioniert. Renate Kölbel hat hier eine Zweiteilung beobachtet: "Osteuropa ist verstärkt auf der Expo Real, Asien und Nordamerika sind verstärkt auf der MIPIM vertreten. Man darf gespannt sein, wie sich die Internationalität der beiden Messen in Zukunft entwickeln wird." In einer Hinsicht wird die Bedeutung der Mipim künftig jedoch zunehmen, ist Fachfrau Kölbel überzeugt: als Jobbörse.

Die diesjährige Mipim findet vom 9. bis 12. März 2004 im französischen Cannes statt. (fk)


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