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Ost-West-Gefälle
Aufgrund der unterschiedlichen Situationen in Ost- und Westdeutschland ergeben sich der
Studie zufolge auch völlig verschiedene Anforderungen an den Wohnungsneubau.
In Westdeutschland müssten, um den Bedarf zu decken, bis zum Jahr 2010 jedes
Jahr etwas mehr Wohnungen gebaut werden (275.000), als dies derzeit der Fall
ist. Nach 2010 nimmt diese Zusatznachfrage immer weiter ab, nach 2030 muss nur
noch Ersatz für abgerissene Objekte geschaffen werden. In Ostdeutschland hingegen
würde der derzeitige Leerstand zumindest theoretisch ausreichen, um die zusätzliche
Flächennachfrage über Jahrzehnte hinweg zu decken. Allerdings wird es weiterhin
einen Bedarf an neuen Eigenheimen geben, weil heute bereits leer stehende Objekte
oft als unattraktiv empfunden werden. Das Überangebot mit massiven Leerständen
wird zeitverzögert allerdings auch einige strukturschwache westdeutsche Regionen
treffen, warnen die Experten.
Für die Rendite von Wohnimmobilien bedeutet diese Entwicklung, dass nur gute
Standorte Wertsteigerungen erfahren werden, mittlere nur sehr geringfügige und
schlechte sogar deutlich negative. Die Last der Demografie für Wohnimmobilien
wird sich allerdings voraussichtlich nach 2050 noch verstärken - dann nämlich,
wenn die Generation der Baby-Boomer allmählich ausstirbt, warnen die Experten.
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